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Was Autokäufer für einen Neuwagen ausgeben

Jemand, der sich einen Neuwagen kauft, hat dafür im letzten Jahr durchschnittlich mehr als
33 000 Euro ausgegeben.
Fast 10 000 Euro weniger waren es im Jahre 2010.
Vor allem für Hybrid-Fahrzeuge und Benziner zahlen die Autokäufer besonders viel.
Bezahlbarer werden dagegen immer mehr die Elektroautos.

Im Durchschnitt hat ein Autokäufer im Jahre 2018, mehr als 33 000 Euro für seinen neuen Wagen ausgegeben. Das verzeichnet eine Auswertung des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen. Dort hat man nämlich die Listenpreise der zugelassenen Neuwagen miteinander verglichen, allerdings ohne Zusatzausstattungen und Rabatte. Auch wenn Fahrzeuge damit im Vergleich zu 2017 um 1,7 Prozent teurer geworden sind, ist der Anstieg doch geringer als in den Jahren davor. Laut Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer liegt das vor allem am Diesel. “Teure Diesel wurden überwiegend durch preisgünstigere Benziner ersetzt”, analysiert er.

Der Diesel ist dabei vor allem ein Fahrzeug für Geschäftskunden. Im Jahre 2018 gehen nicht mal ein Viertel der zugelassenen Dieselfahrzeuge auf private Autokäufer zurück, 41 Prozent davon sind Dienstwagen. Die Subventionen beim Kraftstoff, sind ein Grund dafür, dass Kunden für Dieselautos deutlich mehr Geld ausgeben (41 971 Euro) als für Benziner (28 574) sagt Dudenhöffer: “Dadurch neigt der Firmenkunde dazu, sich teure und hochmotorisierte Dieselautos zu kaufen.”

Was die Elektroautos angeht, so muss der Kunde für diese Kategorie an Fahrzeugen immer weniger ausgeben. Anders als bei Benzin– und Dieselfahrzeugen, sind bei Elektroautos im vergangenen Jahr die Preise um 7,3 Prozent gefallen. Allgemein liegen reine Elektrofahrzeuge mit einem Preis von 35 038 Euro nur noch minimal über dem, was der Fahrzeugkunde im Durchschnitt für ein Neufahrzeug zahlt. Die Preise werden höchstwahrscheinlich weiter abfallen, wenn die Autohersteller bis 2020 noch mehr Modelle im unteren und mittleren Preissegment auf den Markt bringen.

Bei den Hybridfahrzeugen sieht es dagegen anders aus. Die Premiumhersteller wollen als Alternative zum Diesel, einen kleinen Elektromotor in Kombination mit einem Verbrennungsmotor anbieten. Aktuell gibt es staatliche Förderungen für Plug-In-Hybride und reine Elektrofahrzeuge. Das heißt, beispielsweise das privat genutzte Dienstfahrzeug nur mit 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises besteuert werden, während dagegen für ein Benzin- oder Dieselfahrzeug ein Prozent anfällt. Ein Plug-In-Hybrid ist immer noch wesentlich teurer als alle anderen Antriebe. Für ein Hybridauto zahlen Kunden im Durchschnitt mehr als 55 000 Euro. Der Plug-In-Hybrid müsste preislich zwischen Benzinern und Diesel angeordnet sein, damit er für mehr Autofahrer interessant wird. Davon ist er aber leider weit entfernt.

Doch wie stehen die einzelnen Hersteller bei den Neuwagenpreisen da? Am günstigsten in der Preisskala liegt Dacia. Ein Dacia-Käufer gibt im Durchschnitt 12 218 Euro für seinen Neuwagen aus. Entgegen dem Trend, dass Käufer immer mehr Geld für ihr neues Fahrzeug ausgeben, sinkt dieser Betrag, seit einigen Jahren durchgehend bei Dacia.

Der Abstand zur Konkurrenz bei Audi ist mittlerweile deutlich groß

Ganz oben in der Preisskala liegt Porsche. Porsche-Kunden geben sich nicht mit Einstiegsmodellen zufrieden, die bei 55 000 Euro anfangen. Durchschnittlich investiert der Porsche-Kunde im Jahre 2018 106 878 Euro in sein neues Auto – das ist ein Anstieg von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Mercedes und BMW liegen bei den Neuwagenpreisen fast im gleichen Bereich, dort bezahlen die Käufer im Durchschnitt 49 754 Euro (BMW) beziehungsweise 50 166 Euro (Mercedes). Das Verhältnis hat sich in den letzten Jahren auf diese Weise umgekehrt. 2010 hatten BMW-Käufer noch mehr für ihr neues Auto ausgegeben als Mercedes-Besitzer. Mittlerweile hat Audi mit 45 183 Euro einen deutlichen Abstand zur deutschen Premium-Konkurrenz. Volkswagen lag vor 30 Jahren noch auf einem ähnlichen Preisniveau wie Opel. Mittlerweile zahlen Kunden selbst für die Einstiegsmarken des VW-Konzerns, Skoda und Seat, im Durchschnitt mehr Geld.

Ein Blick auf die Zahlen aus dem Jahr 2010 zeigt, dass ein neues Auto für viele immer noch wichtig ist. Damals bezahlte man für ein neues Auto knapp 10 000 Euro weniger.

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