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Aenderung-Neuerung-2021

Diese Änderungen und Neuerungen warten 2021 auf deutsche Autofahrer

2021 macht alles neu: Neue Kfz-Steuer, neue Typklassen, neue Führerscheinprüfung … Autofahrern steht ein regelrechtes Reformationsjahr bevor. Auch die Autoindustrie steht vor einem massiven Umbruch. Dieser mag auf den ersten Blick nicht so gravierend wie der beschlossene Diesel-Aus für Innenstädte, die nachgeschärfte StVO oder die erhöhte Umweltprämie ausfallen, doch jeder Autofahrer sollte sich bereits vor dem Jahreswechsel mit den Neuerungen vertraut machen.

Ein kleiner Vorgeschmack? Liebhaber dicker SUVs sowie schicker Sportwagen müssen aufgrund der Kfz-Steuerreform tiefer in die Tasche greifen. Selbiges gilt auch für Kfz-Versicherte, da einige Versicherer – wie nahezu jedes Jahr – die Typklassen für den Schadensfall überarbeiten. Immerhin: Arbeitnehmer dürfen sich auf eine Anhebung der Pendlerpauschale freuen. Auf Führerscheinbewerber wartet eine neue Prüfung inklusive Automatikregelung. Hersteller müssen beziehungsweise müssten aufgrund neuer EU-Vorgaben den CO2-Gürtel enger schnallen. Zudem dürften die Preise anziehen – die Mehrwertsteuer steigt schließlich wieder auf 19 Prozent.

Neue Berechnung der Kfz-Steuer

2021 wird der CO2-Aufschlag bei der Kfz-Steuer stärker gewichtet. Dies betrifft jedoch nur Neuwagen. Hiermit soll der Absatz umweltschonender Pkw gesteigert, die Emission an Schadstoffen gesenkt werden. Sollte dann ein Neuwagen mehr als 115 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenem Kilometer ausstoßen, fällt eine höhere Kfz-Steuer an. Im Gegenzug sparen Benziner- und Diesel-Fahrer 30 Euro Steuern im Jahr, sollten ihre Fahrzeuge weniger als 95 Gramm CO2 pro Kilometer verursachen.

Mehr Kontrolle: Abgasnorm Euro 6d ISC-FCM

Die Abgasnorm Euro 6d ISC-FCM ist beschlossene Sache. Mit dieser neuen Evolutionsstufe muss ein Autobauer in Stichproben nachweisen, dass der Pkw die gesetzlichen Vorgaben erfüllt – unter realen Bedingungen! Das sogenannte FCM-System (Abkürzung für: Fuel Consumption Monitoring) speichert sämtliche Verbrauchswerte, die mittels einer Diagnose-Schnittstelle in Relation zu den Herstellerangaben gesetzt werden.

Neue Typklassen in Anfahrt

11 Millionen Autofahrer müssen beziehungsweise dürfen im kommenden Jahr mit einer Neueinsteufung der Typklasse hinnehmen. Denn gut die Hälfte (6,1 Millionen) der Autofahrer hierzulande wird dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge höher eingestuft. Die Folge: höhere Kfz-Versicherungsbeiträge. Für den Rest (4,9 Millionen) winken wiederum Beitragssenkungen. Insgesamt 30,6 Millionen Fahrer bleiben von der neuen Typklassenberechnung unberührt.

PS: Typklassen werden vom GDV jedes Jahr berechnet und bieten eine (unverbindliche) Risikoeinschätzung eines Autos.

Optimierte – und längere – Führerscheinprüfung

Im Januar 2021 wird die praktische Fahrprüfung ausgebaut: Die Dauer der Prüfungsfahrt verlängert sich um zehn Minuten! Am Ende wird ein elektronisches Prüfprotokoll angefertigt, welches die bisherige handschriftliche Prüfdokumentation ersetzen soll. Zudem erhalten Führerscheinbewerber und -bewerberinnen am Ende der Prüfung sieben Lerntipps. Hierfür ist nochmals ein fünfminütiges Feedbackgespräch vorgesehen.

Revolution für Automatik-Führerschein

Erst Mitte des Jahres, am 1. April 2020, greift beim Führerscheinerwerb eine Automatikregelung. Diese besagt, dass Fahrschüler der Klasse B ihre Probefahrten in einem Automatikfahrzeug absolvieren können. Interessant: Nachdem zusätzliche Testfahrten in einem Umfang von zehn Stunden mit einem Schaltgetriebe und eine wiederholte 15-minütige Prüffahrt absolviert wurden, darf der Fahrneuling auch einen gewöhnlichen Schalter fahren!

Klare Kante: Scharfe CO2-Vorgaben der EU

Ab 2021 dürfen gemäß einer neuen EU-Verordnung sämtliche neu zugelassenen Pkws durchschnittlich maximal 95 Gramm CO2 pro Kilometer verursachen. Beim Überschreiten drohen klare Strafen. Allerdings ist der sogenannte Flottengrenzwert zu beachten. Es wird also auf den Durchschnitt ALLER Zulassungen einer einzelnen Marke geblickt. Demnach muss nicht jedes einzelne neue Auto diesen Grenzwert einhalten. Ziel: Bis 2030 soll der Wert um zusätzliche 37,5 Prozent gegenüber 2021 gesenkt werden.

Selbstverständlich? Automatische Verbrauchsmessung!

Ab 2021 müssen die Autobauer die wahren Verbrauchswerte ihrer Pkw sowie leichten Nutzfahrzeuge der EU-Kommission offenlegen. Dies geschieht nun durch das System On-Board Fuel Consumption Meter (OBFCM). Die Messkontrolle wird bald zum Standard in Neuwagen. Auf den Autobesitzer hat diese Regelung erfreulicherweise keine Auswirkungen. Lediglich die Autobauer müssen nachbessern.

Neues Öko-Label für mehr Vergleichbarkeit

Was man von Kühlschränken und Waschmaschinen bereits kennt, gilt nun auch für Autos. Denn Pkw werden ab 2021 ebenfalls mit einem Öko-Label ausgeliefert. Auch hier reicht die Skala von A+ (Grün) bis G (Rot). Skeptiker sprechen allerdings von Etikettenschwindel: Die Label seien undurchsichtig, beispielsweise weil sie den CO2-Ausstoß in Relation zum Fahrzeuggewicht setze. Denkbar ist, dass das Label im Laufe 2021 modifiziert wird. Bisweilen verhandeln jedoch noch das Wirtschafts- und das Umweltministerium über die Labelkonfiguration.

Farbe der TÜV-Plaketten

Ab 2021 müssen ausschließlich alle Fahrzeuge mit einer gelben HU-Plakette zu TÜV, DEKRA und Co. Nach einer ausgiebigen – und erfolgreichen – Prüfung winkt ein rosafarbenes Abzeichen, das mindestens bis zum Jahr 2023 gültig sein soll.

Höhere Mehrwertsteuer und garantierte Kaufprämie

Bis Ende 2020 gilt in Deutschland die, aufgrund des Coronavirus gesenkte, vereinfachte Mehrwertsteuer. Diese beträgt ab dem Januar 2021 voraussichtlich keine 16 Prozent mehr, was natürlich auch den Autokauf beeinträchtigen, sprich verteuern, würde.  Da keine Verlängerung geplant ist, ist also mit erhöhten Preisen zu rechnen. Allerdings hat der erhöhte Umweltbonus (auch als Innovationsprämie betitelt) für Elektroautos, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge mindestens bis Ende 2025 Bestand.

Euro 5 Norm für Motorräder in Sicht

Auch Motorradfahrer müssen sich auf Änderungen einstellen. Denn ab dem 1. Januar 2021 gilt für jedes neu zugelassene Motorrad die Abgasnorm Euro 5. Die Neuauflage ist um etwa ein Drittel strenger als die im Jahre 2016 eingeführte Homologation-Norm des Typs Euro 4. Erfreulich: Die Änderung betrifft voraussichtlich keine Motorräder, die bereits jetzt auf den Straße rollen.

Erhöhung der Pendlerpauschale

Gute Nachrichten für alle Arbeitnehmer: 2021 erhöht sich die Pendlerpauschale. Allerdings erst ab dem 21. gefahrenen Kilometer! Ab diesem Schwellenwert ist es möglich, in der Einkommensteuererklärung satte 35 Cent pro Kilometer als Werbungskosten abzusetzen. Ab dem 1. Januar 2024 bis hin zum 31. Dezember 2026 können sogar 38 und nicht mehr 35 Cent geltend gemacht werden. Des Weiteren können Personen, die weder Lohn- noch Einkommensteuer zahlen, ab dem neuen Jahr die sogenannte Mobilitätsprämie beantragen. Diese Prämie verspricht Steuervorteile, die jedoch nur für die Hin- ODER Rückfahrt in Anspruch genommen werden kann.

Die Straßenverwaltung wird zentral

Die viel kritisierten Autobahnen werden hierzulande im kommenden Jahr nicht mehr von den Ländern, sondern vom Bund geführt. Die Regulierung betrifft die Bereiche Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung sowie Finanzierung. Überdies ist eine Infrastruktur-GmbH geplant. Ziel: Das Bundesfernstraßennetz soll effizienter als bislang verwaltet werden. Vor allem sollen ausgeschriebene Gelder dort landen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Zukunft der Autoindustrie: Umbruch in Sicht

Für die deutsche Automobilbranche dürfte 2021 richtungsweisend werden. Bei Daimler und VW und sogar BMW etwa müssen Tausende Stellen eingespart werden. Der Global Player Tesla hingegen plant die Eröffnung eines neuen Werks vor den Toren Berlins. In der Gigafactory sollen zügig die ersten Elektroautos vom Band laufen – angestrebt sind 500.000 Stromer pro Jahr!

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