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Achtung-beim-Autoverkauf

Was muss man beim Autoverkauf beachten?

In diesem Ratgeber, erklären wir dir in sechs Schritten alles Wichtige zum Autoverkauf.

Von Fahrzeugaufbereitung über Zahlungsvereinbarung bis hin zum Kaufvertrag: Diese Checkliste zum Fahrzeugverkauf umfasst alle wichtigen Punkte zum Ausdrucken und Abhaken zusammen.

Möchtest du dein Fahrzeug möglichst schnell verkaufen und den Höchstpreis dafür erhalten, dann solltest du einige Dinge beachten. Hier erklären wir dir in sechs einfachen Schritten, wie du am optimalsten vorgehst und fassen alles in einer Checkliste zum Autoverkauf zusammen.

  1. Fahrzeugverkauf vorbereiten
  2. Fahrzeugaufbereitung
  3. Probefahrt mit dem Fahrzeug
  4. Zahlung vereinbaren
  5. Kaufvertrag vorbereiten
  6. Unterlagen des Fahrzeugs übergeben

Allgemeine Fragen

Bevor du dein Fahrzeug sicher verkaufen kannst, solltest du dich unbedingt über die folgenden Themen informieren.

Warum will ich überhaupt mein Fahrzeug verkaufen?

Werde dir bewusst, warum du dein Fahrzeug verkaufen willst – dies ist nämlich meistens ein Argument für den Käufer. Nennst du beispielsweise als Grund, dass das Fahrzeug sich nicht gut fährt, wirst du es höchstwahrscheinlich nicht so schnell los.

Verkaufst du es aber aus Geldnot, solltest du das Fahrzeug nicht unter dem Marktwert anbieten. Es ist ratsam, sich das fehlende Geld bei einem Bekannten sich zu leihen, dein Fahrzeug für den Preis, das es normalerweise wert ist zu verkaufen, und anschließend die Schulden wieder zu begleichen.

Es ist wichtig, dass du beim Verkaufen nichts überstürzt, sondern dich informierst und dir genügend Zeit nimmst. Dann wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit den richtigen Käufer finden und außerdem eine gerechte Summe für dein Auto erhalten.

An wen möchte ich mein Auto eigentlich verkaufen?

Du kannst dein Fahrzeug an einen gewerblichen Händler oder eine Privatperson verkaufen. Mehr als 90 Prozent der Menschen verkaufen ihren Pkw privat, weil sie auf diesem Weg für das Fahrzeug mehr Geld bekommen. Bei gewerblichen Händlern geht der Verkauf oft einfacher und schneller zugange.

Wo will ich mein Fahrzeug verkaufen?

Du kannst dein Auto über eine Online-Plattform wie beispielsweise Autoscout oder mobile.de verkaufen oder aber eine Anzeige in der Zeitung schalten. Die Käufer sind oft Privatleute und zahlen somit meistens den besten Preis. Du solltest aber etwas Nerven und Geduld mitbringen, um die Besichtigungen zu organisieren und dabei nicht an die falschen Käufer zu geraten.

Alternativ könntest du dein Auto über ein Vermittlungs- oder Autoankaufportal verkaufen, wie beispielsweise Mobile Motorverkauf oder Carsale24. Der Händler kauft dein Auto oder findet ein gutes Angebot. Ganz wichtig ist es dabei, nur seriöse Anbieter zu wählen; Erfahrungsberichte und Zertifikate helfen dir bei der Wahl. Weil eine Zwischenperson involviert ist, ist die Gewinnspanne nicht so hoch, dafür aber der Verkauf unkomplizierter. Gewerbliche Händler gibt es nicht nur online. Du könntest auch zum Gebrauchtwagenhändler in deiner Nähe fahren und dir ein Angebot einholen.

Hinweis: Gebrauchtwagen lassen sich am besten im Frühjahr und Herbst verkaufen, und am schlechtesten in der Urlaubszeit im Sommer.

Sollte ich mein Fahrzeug vorher abmelden?

Du musst dein Fahrzeug nicht abmelden, aber es spricht auch nichts dagegen. Wenn du dein Fahrzeug abmeldest, bist du auf der sicheren Seite. Steuer und Kfz-Versicherung musst du dann nicht mehr bezahlen. Es entstehen nur die Kosten für das Abmelden des Autos. Bei der Übergabe des Fahrzeuges, muss der Käufer ein Kurzzeitkennzeichen organisieren. Das Kurzzeitkennzeichen brauchst du auch, wenn der Interessent in dem besagten Zeitraum eine Probefahrt machen will.

Zusätzlich könntest du im Vertrag festlegen, dass der Käufer das Fahrzeug umgehend nach dem Kauf ummelden soll. So kannst du dir den Weg zur Zulassungsstelle sparen. Die Kfz-Versicherung geht beim Verkauf automatisch auf den Käufer über; er kann sie innerhalb eines Monats mit Sonderkündigungsrecht kündigen.

1. Fahrzeugverkauf vorbereiten

Als Allererstes musst du bekannt geben, dass du dein Fahrzeug verkaufen willst. Hast du keinen aus deinem Bekanntenkreis, der es kaufen will, schaltest du eine Anzeige.

Marktwert ermitteln

Ermittle zuvor einen realistischen Preis. Denn ist er zu hoch, wirst du keinen Käufer finden; ist er zu niedrig, machst du nicht viel Gewinn. Vergleiche die Preise ähnlicher Fahrzeuge, lasse dein Fahrzeug bewerten oder frage einen Fachmann um Rat. Auch DEKRA und TÜV erstellen Wertgutachten, sie sind aber sehr teuer.

Verhandlungsbasis oder Festpreis? Viele der Käufer bevorzugen eine Verhandlungsbasis. Sei Dir bewusst, dass du dann oft nicht den Preis bekommst, den du verlangst. Der Richtwert für die Verhandlungsbasis ist: Verkaufspreis minus 15 Prozent. Alternativ könntest du einen Festpreis angeben.

Erstellen der Anzeige

Auf den meisten Plattformen kannst du dein Fahrzeug kostenlos einstellen. In der Anzeige solltest du dein Fahrzeug ehrlich und so genau wie möglich beschreiben. In den Text sollten folgende Informationen nicht fehlen:

  • Laufleistung
  • Sonderausstattung
  • Technische Daten
  • Datum der letzten Hauptuntersuchung

Der Käufer sollte wissen, was er bekommt. Sonst könnt ihr euch später uneinig sein und müsst stärker verhandeln.

In einigen Fällen ist der Anzeigentext sogar schon vorgegeben und du musst nur noch Angaben wie Farbe, Modell, Erstzulassung etc. ausfüllen. Vor allem Zubehör wie Dachträger oder Winterreifen können ein Verkaufsargument sein.

Auch sehr entscheidend sind gute Fotos. Diese sollten wenn möglich eine sehr gute Qualität haben und das Fahrzeug von Innen und Außen zeigen. Fotografiere dabei auch Schäden und besondere Details.

Wichtiger Hinweis : Falls jedes Wort Geld in der Anzeige kostet, kannst du Abkürzungen verwenden und somit Geld sparen. Hier zu gibt es im Internet die wichtigsten Abkürzungen von Fahrzeuginseraten.

2. Fahrzeugaufbereitung

Falls es zu einer Besichtigung kommen sollte, wäre es gut dein Auto auf Vordermann zubringen. Ein gesaugtes und gewaschenes Fahrzeug macht einen hochwertigeren Eindruck.

Fahrzeug professionell aufbereiten lassen

Du kannst dein Fahrzeug bei speziellen Anbietern oder in der Werkstatt professionell aufbereiten lassen. Das ist vor allem gut investiertes Geld, wenn das Fahrzeug kleine Kratzer, Dellen oder einen matten Lack hat. Denn auf diese Weise kann den Wert deines Fahrzeuges nochmal erheblich gesteigert werden.

Es werden unterschiedliche Methoden angewendet, je nach Beschädigung und Verunreinigung. Folgendes könntest du im Rahmen einer professionellen Fahrzeugaufbereitung machen lassen:

  • Innenreinigung: Teppiche, Polster und Fußmatten werden gesaugt und gereinigt. Für Ledersitze gibt es die Möglichkeit, die Reinigung schonend anzugehen. Auch Pedale, Ablageflächen und  Kunststoffelemente werden sauber gemacht und poliert. Sogar kleine Macken wie leichte Risse an den Türverkleidungen können mit speziellen Reparatursets behoben werden. Auch eine Geruchsentfernung des Pkw ist möglich.
  • Außenreinigung: Die Fahrzeugkarosserie wird gereinigt, Spiegel und Scheiben werden gesäubert. Der Lack wird poliert und anschließend versiegelt.
  • Felgenreinigung und Reifenpflege: Die Reifen werden gesäubert und der Reifengummi gepflegt. Schmutz und Rückstände in den Felgen werden entfernt.
  • Lackschäden: Kleine Schrammen und Kratzer werden nur an der beschädigten Stelle ausgebessert. Tiefe Löcher, Risse oder Kratzer können natürlich auch behoben werden.
  • Motorreinigung: Schmutzrückstände und Öl werden entfernt. Aber Vorsicht: Ein zu gepflegtes Fahrzeug erweckt bei einigen Käufern den Anschein, du hättest etwas zu verbergen.

Je nach Situation kann eine Fahrzeugaufbereitung etwa zwischen 40 und 550 Euro kosten. Man sollte für die Aufbereitung 1 bis 3 Werktage einplanen.

Was zudem noch vorteilhaft sein kann, ist eine neue Hauptuntersuchung. Das ist ein gutes Argument, weil der Käufer mit weniger Problemen rechnen muss.

Selbst aufbereiten

Du kannst dein Fahrzeug selbstverständlich auch selbst reinigen und aufbereiten. Dabei solltest aber auf hochwertige und schonende Pflegemittel achten. Ein entsprechender Ratgeber zum Thema  Autopflege kann hier helfen. Das kannst du tun:

  • Wasche und pflege dein Fahrzeug von Innen und Außen. Dazu gehören Teppiche, Kunststoffelemente, Sitze, Ablageflächen, Pedale, Scheiben und Spiegel. Aber auch Felgen, Reifen und der Motorraum dürfen nicht vergessen werden.
  • Kontrolliere den Ölstand, Reifendruck, die Bremsflüssigkeit und das  Kühlwasser.
  • Achte darauf, dass Warndreieck, Reserverad und sonstiges Zubehör vorhanden ist.
  • Kontrolliere das Fahrzeug auf kleine Kratzer, Steinschläge und Schrammen. Oft kann man sie mit Reparatursets eigenständig beseitigen.

Achtung: Ein optisch zu perfekt hergerichtetes Fahrzeug kann auch den Eindruck erwecken, dass du etwas verbergen möchtest. Blitzende Armaturen, ein zu sauberer Motorraum und eine ganz neue Motorabdeckung könnten falsch verstanden werden.

3. Probefahrt mit dem Fahrzeug

Ein interessierter Käufer möchte dein Fahrzeug oft Probe fahren. Das solltest du ihm gewähren, du musst es theoretisch gesehen aber nicht. Kläre unbedingt davor ab, wer laut Versicherung mit deinem Auto fahren darf.

Die Probefahrt sollte wenn möglich tagsüber stattfinden. Fahre immer selbst mit und lasse dir unbedingt Führerschein und Ausweis des Kaufinteressenten zeigen. Verlasse das Fahrzeug nicht, ohne den Schlüssel an dich zu nehmen, und nimm, wenn dir etwas merkwürdig erscheint noch eine zweite Person mit.

Lege vor der Probefahrt schriftlich fest, dass der Interessent bei einem Unfall für die Selbstbeteiligung und eine eventuelle Rückstufung deiner Versicherung haftet. Hier zu findest du im Internet einige Musterformulare.

4. Zahlung vereinbaren

Barzahlung ist die sicherste Methode. So erhältst du auf jeden Fall den vereinbarten Betrag. Du könntest eine Anzahlung annehmen, wenn bei der Abholung der Rest in bar bezahlt wird. Übergib dein Auto und die Papiere aber erst, wenn du den kompletten Kaufpreis erhalten hast. Das Betrugsrisiko ist ansonsten zu hoch.

Überweisungen, Ratenzahlungen oder Schuldschein solltest du auf keinen Fall akzeptieren. Auch hier ist das Betrugsrisiko sehr hoch. Bei Ratenzahlungen hat der Käufer die Option auf ein Widerspruchsrecht von einer Woche.

Wenn der Käufer aggressiv wird, dich unter Druck setzt oder deinen Preis nicht akzeptiert, solltest du skeptisch werden. Unterschreibe auf keine Fall etwas, was der Käufer mitbringt, sondern nutze deinen eigenen mitgebrachten Vertrag.

5. Kaufvertrag vorbereiten

Der Kaufvertrag sollte immer schriftlich gemacht werden. Falls Du terminlich verhindert bist, kannst du eine Verkaufsvollmacht ausstellen.

Das muss im Kaufvertrag vorkommen:

  • Daten des Verkäufers und Käufers: Prüfe vorsichtshalber die Ausweispapiere des Käufers. Achte darauf, dass der Käufer volljährig ist, denn wenn nicht, braucht er die Unterschrift des gesetzlichen Vertreters.
  • Autodaten: Das Auto muss genau beschrieben werden. Es gehören unter anderem Fahrzeugtyp, Fahrzeug-Identifizierungsnummer, Hersteller, TÜV-Termin und Kilometerstand in den Vertrag. Auch Zubehör und Sonderausstattung sollten aufgenommen werden.
  • Mängel und Schäden: Nimm Schäden und Mängel auf jeden Fall in den Vertrag auf. Sonst könnte sich der Käufer nachträglich beschweren, über Mängel nicht informiert worden zu sein. Unfallschäden, eine gewerbliche Nutzung oder ausgetauschte Teile sollten ebenfalls genauestens beschrieben werden.
  • Versicherung und Ummeldepflicht: Hast du das Fahrzeug nicht abgemeldet, musst du den Käufer im Vertrag unbedingt zur unverzüglichen Ummeldung verpflichten. Auch die Kfz-Versicherung geht beim Verkauf auf den Käufer über. Du könntest ihn zum Kfz-Versicherungswechsel innerhalb des einmonatigen Sonderkündigungsrechts verpflichten.
  • Unterlagen und Kaufpreis: Der Kaufpreis sollte natürlich im Vertrag stehen. Du musst auch Datum und Uhrzeit der Fahrzeugübergabe festhalten. Der Käufer muss eine schriftliche Bestätigung geben, dass er alle Schlüssel und Unterlagen von dir erhalten hat.
  • Gewährleistungsausschuss: Die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung von zwei Jahren kannst du mit der Klausel „Gekauft wie gesehen“ als privater Anbieter ausschließen. Das solltest du unbedingt tun. Sollte der Käufer Mängel entdecken, die ihm zum Verkaufszeitpunkt hätten bekannt sein müssen, kann er den Vertrag sonst anfechten.
  • Unterschrift: Der Vertrag muss sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer unterschrieben werden.

Veräußerungsanzeige

Du solltest unbedingt auch eine Veräußerungsanzeige ausfüllen. Damit willigst du und der Käufer ein, dass das Fahrzeug verkauft wurde. Eine davon schickst du an die Zulassungsstelle und eine an die Versicherung. Der Autoverkauf ist erst dann offiziell, wenn die Veräußerungsanzeigen eingegangen sind. Damit endet auch deine Steuerpflicht.

Meldet der neue Halter das Auto nicht um, bist du auf der sicheren Seite und musst nicht weiterhin Kfz-Steuer und Versicherung zahlen. Eine Original-Veräußerungsanzeige musst du in deinen Unterlagen behalten.

6. Unterlagen des Fahrzeugs übergeben

Beim Verkauf des Autos solltest du folgende Gegenstände und Dokumente übergeben:

  • Bilder und Gutachten von Unfallschäden (wenn vorhanden)
  • Schlüssel oder Codekarten für das Fahrzeug
  • Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), Bauartgenehmigungen und Teilgutachten für Zubehör und Anbauteile (wenn vorhanden)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • HU und AU-Bescheinigung
  • Serviceheft, Wartungs- und Reparaturrechnungen (wenn vorhanden)
  • Bedienungsanleitung
  • Kaufvertrag, von beiden Parteien unterschrieben

Übergib den Fahrzeugbrief und das Auto erst, wenn du den kompletten Kaufpreis erhalten hast.

Diese Unterlagen musst du behalten:

Veräußerungsanzeige, von beiden Personen unterschrieben

Zweiter Kaufvertrag, von beiden Personen unterschrieben

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